Nomen und Artikel

Nomen

Ein Wort, das sich auf eine Person, einen Ort, eine Sache oder eine Vorstellung bezieht.

Woran erkennt man das? Im Deutschen werden alle Nomen großgeschrieben, sogar mitten im Satz: der Mann, das Haus, die Freiheit. Sie stehen meist mit einem Artikel oder einem anderen Determinativ, und Wörterbucheinträge geben das Artikelwort normalerweise zusammen mit dem Nomen an.

Achtung. Lerne ein deutsches Nomen nie für sich allein: Lerne der/die/das + Nomen + Plural, zum Beispiel der Tisch, die Tische. Viele Wörter, die von Verben oder Adjektiven gebildet werden, werden durch die Großschreibung zu Nomen, wie in das Essen oder im Deutschen.

Artikel: der (maskulin)

Der bestimmte maskuline Artikel. Steht bei maskulinen Nomen im Nominativ.

Woran erkennt man das? Du siehst der bei maskulinen Nomen im Singular im Nominativ: der Mann, der Tisch. Er ist auch ein starker Hinweis in Wörterbucheinträgen darauf, dass das Nomen maskulin ist.

Achtung. Der ist nicht immer nur maskuliner Nominativ: Er kann auch in anderen Kasusmustern erscheinen, zum Beispiel als Relativpronomen oder als feminines Dativ-/Genitivform in einigen Paradigmen. Für das grundlegende Nomenlernen solltest du dich zuerst auf der als Artikel im Wörterbuch konzentrieren und seine Kasusformen gemeinsam lernen: der, den, dem, des.

Artikel: die (feminin / Plural)

Der bestimmte Artikel im Femininum Singular und der bestimmte Artikel für alle Genera im Plural.

Woran erkennt man das? Verwende die bei femininen Nomen im Singular wie die Frau und bei jedem Pluralnomen wie die Bücher. Feminine Nomen enden oft auf -ung, -heit, -keit, -schaft, -tät, oder -ion.

Achtung. Lernende nehmen oft an, dass die immer Femininum bedeutet, aber es markiert auch den Plural für alle Genera. Prüfe aus dem Kontext, ob das Nomen Singular oder Plural ist, und lerne Singularartikel und Pluralform zusammen.

Artikel: das (neutrum)

Der bestimmte neutrale Artikel. Steht bei neutralen Nomen im Nominativ.

Woran erkennt man das? Du siehst das oft bei neutralen Nomen wie das Kind oder das Haus. Besonders häufig ist es bei Verkleinerungsformen auf -chen und -lein, etwa das Mädchen und das Brötchen.

Achtung. Rate das natürliche Geschlecht nicht aus der Bedeutung: das Mädchen ist wegen der Endung sächlich, nicht feminin wegen der Person. Denk auch daran, dass das nicht nur ein Artikel, sondern auch ein Pronomen oder Relativpronomen sein kann.

Verben

Verb

Ein Wort, das eine Handlung, einen Zustand oder ein Erleben beschreibt.

Woran erkennt man das? In deutschen Hauptsätzen steht das finite Verb meist an zweiter Stelle: Heute kommt er spät. In Wörterbucheinträgen stehen Verben im Infinitiv, oft auf -en oder -n endend, etwa machen, gehen, sammeln.

Achtung. Deutsche Verben verändern sich nicht nur nach Zeit und Person, sondern auch je nach Satzart, sodass das Verb im Nebensatz an das Ende rücken kann: weil er spät kommt. Lerne die Stammformen unregelmäßiger Verben immer mit, besonders die 3. Person Singular und das Partizip Perfekt.

Phrasal Verb

Ein Verb, dem ein kleines Wort folgt und das zusammen eine andere Bedeutung hat als das Verb allein.

Woran erkennt man das? Im Deutschen gibt es keine Phrasal Verbs im englischen Sinn als Hauptkategorie, aber viele Wörterbucheinträge, die ähnlich aussehen, sind meist trennbare Verben mit Präfixen wie aufstehen oder mitkommen. Wenn das erste Element im Hauptsatz an das Ende wandert, behandle es als trennbares Verb und nicht als freie Verbindung aus Verb und Präposition.

Achtung. Nimm nicht an, dass jede Folge aus Verb + kleinem Wort ein einziger Wörterbucheintrag ist. Vergleiche Er steht auf aus aufstehen mit einer echten Verbindung aus Verb und Präpositionalgruppe wie Er wartet auf den Bus, wo auf zur Nominalgruppe gehört und nicht zum Verbpräfix.

Trennbares Verb

Ein Verb, dessen Präfix sich abtrennt und im Hauptsatz an das Satzende wandert.

Woran erkennt man das? Achte auf häufig betonte Präfixe wie ab-, an-, auf-, aus-, ein-, mit-, nach-, vor-, weg-, zu- in Verben wie anrufen oder einkaufen. Im Hauptsatz steht das finite Verb an zweiter Stelle, und das Präfix geht ans Ende: Sie ruft mich morgen an.

Achtung. Lernende vergessen oft, dass das Präfix in Infinitiven, Partizipien und Nebensätzen verbunden bleibt: anzurufen, angerufen, weil sie mich morgen anruft. Schau im Wörterbuch nach, denn manche ähnlich aussehenden Präfixverben sind stattdessen untrennbar.

Adjektive

Adjektiv

Ein Wort, das ein Nomen oder Pronomen beschreibt.

Woran erkennt man das? Deutsche Adjektive vor Nomen nehmen normalerweise Endungen an: ein kleiner Hund, die schöne Stadt. Nach Verben wie sein, werden, und bleiben bleiben sie unverändert: Der Hund ist klein.

Achtung. Die größte Falle sind die Adjektivendungen, die von Artikel, Genus, Numerus und Kasus abhängen. Lerne Adjektive sowohl in prädikativer Verwendung (Das Haus ist groß) als auch vor Nomen mit Beispielen und nicht nur als bloße Wortlisten.

Adverbien

Adverb

Ein Wort, das Informationen über ein Verb, Adjektiv, ein anderes Adverb oder einen ganzen Satz liefert.

Woran erkennt man das? Deutsche Adverbien haben oft dieselbe Form wie Adjektive, nehmen aber keine Adjektivendungen an: Er fährt schnell versus ein schnelles Auto. Viele Zeit- und Satzadverbien erkennt man leicht an Stellung und Bedeutung, etwa heute, dort, deshalb, vielleicht.

Achtung. Versuche nicht, eine englische -ly-Endung anzuhängen: Im Deutschen verwendet man meist einfach die Grundform des Adjektivs als Adverb. Unterscheide außerdem Adverbien von Präpositionen; drinnen ist zum Beispiel ein Adverb, aber in dem Haus enthält eine Präposition.

Andere Wortarten

Pronomen

Ein Wort, das für ein Nomen steht, damit man das Nomen nicht wiederholen muss.

Woran erkennt man das? Deutsche Pronomen ersetzen Nomen und ändern ihre Form nach dem Kasus: ich/mich/mir, er/ihn/ihm. Sie können allein dort stehen, wo sonst eine Nominalgruppe steht, wie in Anna ist da, aber sie wartet noch.

Achtung. Der Kasus ist bei deutschen Pronomen sehr wichtig, also verlasse dich nicht nur auf die englische Wortstellung. Lernende verwechseln Pronomen auch mit Artikeln, weil Formen sich überschneiden, etwa die und der; prüfe, ob das Wort allein steht oder ein Nomen einleitet.

Determinativ

Ein Wort vor einem Nomen, das angibt, welches oder wie viele gemeint sind.

Woran erkennt man das? Deutsche Determinative stehen am Anfang der Nominalgruppe, vor jedem Adjektiv: dieser alte Film, mein neues Auto, viele kleine Häuser. Artikel, Possessivbegleiter, Demonstrativa und Quantoren gehören alle dazu.

Achtung. Determinative tragen im Deutschen wichtige Grammatikinformationen, besonders Genus, Numerus und Kasus. Trenne sie beim Vokabellernen nicht vom Nomen, denn dieser, diese, dieses sind nicht austauschbar.

Präposition

Ein Wort vor einem Nomen, Pronomen oder einer Nominalgruppe, das seine Beziehung zu einem anderen Wort zeigt.

Woran erkennt man das? Deutsche Präpositionen sind leicht zu erkennen, weil auf sie eine Nominalgruppe oder ein Pronomen folgt: mit dem Auto, für dich, in der Stadt. Viele Präpositionen verlangen einen festen Kasus, und einige Wechselpräpositionen stehen je nach Bewegung oder Ort mit Akkusativ oder Dativ.

Achtung. Der häufigste Fehler ist der falsche Kasus nach der Präposition: mit steht immer mit Dativ, während durch den Akkusativ verlangt. Lerne Präpositionen zusammen mit ihrem Kasusmuster und einem vollständigen Beispiel und nicht als isolierte Übersetzungen.

Konjunktion

Ein Wort, das zwei Teile eines Satzes verbindet.

Woran erkennt man das? Im Deutschen verbinden nebenordnende Konjunktionen wie und, aber, oder, denn gleichrangige Elemente und zwingen das Verb nicht ans Satzende. Unterordnende Konjunktionen wie weil, dass, wenn, obwohl leiten einen Nebensatz ein und stellen das finite Verb ans Ende.

Achtung. Die Wortstellung ist das große Thema: Nach weil oder dass lassen Lernende das Verb oft fälschlich auf zweiter Position stehen. Lerne Konjunktionen zusammen mit dem Satzmuster, das sie auslösen.

Interjektion

Ein kurzes Wort oder eine kurze Wendung, die ein plötzliches Gefühl oder eine Reaktion ausdrückt.

Woran erkennt man das? Deutsche Interjektionen stehen oft für sich und werden von einem Komma oder Ausrufezeichen gefolgt: Oh!, Ach so., Wow!, Aua!. Du kannst sie weglassen, und der Rest des Satzes bleibt grammatisch korrekt.

Achtung. Viele Interjektionen sind sehr umgangssprachlich und können in formellem Schreiben seltsam klingen. Beachte auch, dass einige häufige gesprochene Formen wie na ja oder ach mehr Tonfall und Haltung als wörtliche Bedeutung tragen.

Artikel

Ein kurzes Wort, das anzeigt, ob ein Nomen bestimmt oder unbestimmt ist.

Woran erkennt man das? Deutsche Artikel stehen vor Nomen und zeigen Genus, Numerus und Kasus: bestimmte Artikel wie der, die, das und unbestimmte Artikel wie ein, eine. In Wörterbucheinträgen ist der Artikel ein Kernbestandteil des Nomens, weil er dir das Genus des Nomens verrät.

Achtung. Deutsche Artikel leisten viel mehr als englische, also kannst du sie nicht allein nach 'the' versus 'a' auswählen. Achte auf Kasuswechsel und denke daran, dass es keine Pluralform des unbestimmten Artikels gibt.

Numerale

Ein Wort, das eine Menge oder eine Reihenfolge angibt.

Woran erkennt man das? Deutsche Zahlwörter können als Determinative fungieren oder allein stehen: zwei Bücher, der dritte Tag. Kardinalzahlen sind unter anderem eins, zwei, drei; Ordinalzahlen enden oft auf -te oder -ste, wie in der zehnte, der erste.

Achtung. Lernende stolpern oft über die Bildung deutscher Zahlen, besonders über die Einer-vor-Zehner-Formen wie einundzwanzig. Achte im laufenden Text auch auf Kasusendungen bei Ordinalzahlen, wenn sie sich wie Adjektive verhalten: am dritten Tag.

Maßgebliche Grammatikquellen für Deutsch

Häufig gestellte Fragen

Warum enthalten Wörterbucheinträge für deutsche Nomen immer der, die oder das?
Weil der Artikel das grammatische Genus des Nomens anzeigt, das du für Artikel, Pronomen und Adjektivendungen brauchst. Lerne das Nomen mit Artikel und Pluralform als eine Einheit.
Woran erkenne ich im deutschen Text, ob ein Wort ein Nomen ist?
Der stärkste Hinweis ist die Großschreibung: Gemeine Nomen werden im Deutschen großgeschrieben. Ein Nomen steht außerdem oft mit einem Artikel, Determinativ oder Adjektiv, wie in das alte Haus.
Was ist der wichtigste Hinweis zur Wortstellung bei Verben im Deutschen?
Im Hauptsatz steht das finite Verb meist an zweiter Stelle. In vielen Nebensätzen, die mit Wörtern wie weil oder dass eingeleitet werden, wandert das finite Verb an das Ende.
Unterscheiden sich deutsche Adjektive und Adverbien in der Form?
Oft nicht: Dieselbe Grundform kann beides leisten, wie in schnell. Vor einem Nomen bekommt das Adjektiv meist eine Endung; als Adverb bleibt es unverändert.
Warum sind Präpositionen im Deutschen so schwierig?
Weil du sowohl die Bedeutung als auch den Kasus lernen musst, den sie verlangen. Manche Präpositionen stehen immer mit demselben Kasus, während Wechselpräpositionen je nach Ort oder Bewegung den Kasus wechseln.

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